Eine Ausstellung über das Leben
Gewaltverbrechen gehören heute zu den Themen, denen höchste Aufmerksamkeit zukommt. Immer wieder werden die Bürger über Zeitung, Radio, Fernsehen und Internet mit Beschreibungen von Kapitalverbrechen aus dem In- und Ausland konfrontiert, welche ihnen Tabu- und Grenzbereiche menschlichen Handelns vor Augen führen. Einerseits befriedigen diese Nachrichten eine weit verbreitete Sensationsgier, andererseits führen sie zu einem gesellschaftlichen Diskurs über den Umgang mit Mördern und Totschlägern sowie über die Ursachen der Verbrechen. Mit einem Schwerpunkt auf Luxemburg will die Ausstellung „Mord und Totschlag” das Phänomen Gewaltverbrechen in seiner historischen und aktuellen Dimension beleuchten. Der Besucher soll die Vergehen in ihrem situativen, biographischen und sozialen Zusammenhang betrachten. Er wird während seines Rundganges mit seiner eigenen Schaulust konfrontiert und auf relevante moralphilosophische Fragen aufmerksam gemacht. Die Ausstellung kombiniert Exponate aus verschiedenen internationalen Sammlungsbereichen: Polizeiliche Asservate, Überreste der Terror-Attacken vom 11. September 2001, Fotografien, ethnologische Sammlungsstücke, Ausschnitte aus Dokumentar- und Spielfilmen, Texte, Töne, Geräusche und Musik.
Vom 10. Juli 2009 bis zum 28. März 2010Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg, LuxemburgInformationen:Tel.: (+352) 4796-4500 / -4565www.mhvl.lu
Foto:
Tatwaffe, die Carlo Fett, einer der Haupttäter der „Waldbilliger Bande“, 1985 beim Überfall auf den Hauptsitz der Banque Internationale à Luxembourg (B.I.L.), Boulevard Royal benutzte (Polizeifoto, © Archives nationales, Luxembourg) |